PALAZZO PITTI

Palazzo Pitti
Palazzo Pitti
Diese Gegend wird von dem Pitti Palast und den Boboli Gärten charakterisiert und ist eines der Bezirke mit der höchsten Dichte an Museen und Galerien. Palazzo Pitti wurde 1448 für Luca Pitti gebaut. Die ersten Pläne waren angeblich von Brunelleschi. 1549 ging es an die Medici Familie über und musste sich im Laufe der Jahre zahlreichen Veränderungen unterziehen. Heute sind dort verschiedene interessante Museen und Galerien zu finden: die Galerie Moderner Kunst, die Palatin Galerie, das Argenti Museum, die Kostümgalerie, das Trainermuseum, das Keramikmuseum, die Königlichen Apartments und die Apartments der Herzoge von Aosta. Die Galerie Moderner Kunst im Pitti Palast befindet sich im zweiten Stock und besteht aus 30 Zimmern. Diese Galerie bietet eine komplette Übersicht von Gemälde vom Neoklassizismus bis zum 20. Jh. mit besonderer Aufmerksamkeit der künstlerischen Veränderungen in der Toskana. In der Galerie sind einige wichtige Beispiele von Skulpturen enthalten; einige Werke ausländischer Künstler und effektiver Meister angewandter Kunst des 19. Jh. Ein Teil der Sammlung von 1900 bis 1945 wird in den Obergeschosszimmern der Galerie ausgestellt, in der so genannten "Mezzanino degli Occhi". Die Palatin Galerie enthält außerordentliche Werke italienischer, französischer, flamischer und englischer Künstler, samt Raffael (mit 11 berühmten Werken) und der Florentinische Schule (Fra´Bartolomeo, Andrea del Sarto, Pontormo, Rosso Fiorentino, Caravaggio, Rubens, Van Dyck, Guido Reni, Guercino, Maratta). Die Qualität und die besondere Anordnung der Werke machen diese Sammlung einzigartig. Alle Mauern sind vollständig mit Gemälden bedeckt und die Dekorationen bestehen aus goldenem Stuck. Jeder Raum der Galerie ist mit hübschen, wertvollen Marmorschichten oder Florentinischen Mosaiken in Hartstein dekoriert.

GIARDINI DI BOBOLI


Giardino di Boboli
Giardino di Boboli
Die Boboli Gärten, weitere Charakteristiken dieser Gegend, wurden für die Medicifamilie ausgelegt, nachdem diese 1549 Palazzo Pitti kaufte. Erst 1766 wurden Sie für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Teil neben Palazzo Pitti besteht aus Boxhecken, die in symmetrisch geometrischem Muster geschnitten sind. Dies führt zu wilderen Hainen von Ilex- und Zypressenbäumen, die gepflanzt wurden, um einen Kontrast zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit entstehen zu lassen. Um die Gärten herum befinden sich Statuen verschiedener Epochen. Wenn Sie sich in dieser Gegend befinden, besteht die Möglichkeit die Fortezza Belvedere zu besichtigen. Von dort aus können Sie eine bezaubernde Aussicht über die Boboli Gärten genießen. Die Festigung wurde 1590 von Bernardo Buontalenti entworfen, doch ursprünglich wurde sie gebaut, um Florenz von gegnerischen Angriffen zu schützen. Später wurde sie Zuflucht der Großen Medici Herzoge.

SANTO SPIRITO


Santo Spirito
Santo Spirito
Interessant ist die Kirche von Santo Spirito und das Refektorium (Cenacolo). Die bescheidene Kirchenfassade des XVIII. Jh. ist fällig jederzeit hergestellt zu werden; das Originalgebäude wurde vom Feuer im XIII. Jh. zerstört und 1435 wurde Brunelleschi von den Augustinians mit dem Projekt einer neuen Kirche beauftragt. Brunelleschi starb zu früh und die Arbeiten wurden (nicht so erfolgreich) von Antonio Manetti, Giovanni da Gaiole und Salvi d´Andrea beendet. Das Innere stellt ein ausgearbeitetes Barock Baldacchino dar und einen Hohen Altar, welches sich nicht so gut an die Harmonie der Kirche anpasst. Santo Spirito ist mit Werken von Rosselli, Ghirlandaio und Lippi dekoriert. Die Sakristei wurde 1489 von Giuliano da Sangallo entworfen. Das Refektorium (Cenacolo) ist heute ein kleines Museum. Innen befindet sich ein Freskogemälde mit "der Kreuzigung" (1360-65), welches an Carlo Orcagna zugeschrieben wird.

SANTA FELICITA


Santa Felicita
Santa Felicita
Auf der Seite eines früh-christlichen Friedhofes steht die Kirche Santa Felicita. Während der Jahrhunderte wurde diese oft umgestaltet, bis 1736 Ferdinando Ruggieri ihr die heutige Gestalt gab. Einige originale Gotikkennzeichen und die Vorhalle von Vasari (1564) sind unverändert geblieben.

PORTA ROMANA


In dieser Gegend befindet sich das größte und am besten aufbewahrte Tor von Florenz: Porta Romana. Es wurde 1330 gebaut, als Teil des letzten Kreises der städtischen Wände. Die originalen Eisentüren, der Wappen der Medici Familie und die Marmortafel wurden bewahrt. Es stellt das original bedeckte Kommunikationengraben und die Freskos des 15. Jh. dar.

MUSEUM LA SPECOLA


Auf Tour in dieser Gegend, empfehlen wir den Besuch des besonderen Museums "La Specola". Es befindet sich im Palazzo Rottigiani (1775) und wird heute von der Naturwissenschaftsfakultät der Universität von Florenz benutzt. Es enthält einen zoologischen Abschnitt, der eine Anzahl an Tiere, Insekten und Fische ausstellt und einen anatomischen Abschnitt mit echten Wachsmodelle des XVIII. Jh., die die groteske Aspekte der menschlichen Physiologie zeigen. Der San Frediano Bezirk ist ein Handwerks- Viertel, mit den Geschäften vieler alter Händler und Restaurateure, und es wird oft mit der Leder- und Wollindustrie assoziiert.

SAN FREDIANO IN CESTELLO


San Frediano in Cestello
San Frediano in Cestello
Die gleichnamige Kirche San Frediano in Cestello mit der großen Kuppel ist ein örtlicher Markstein. Es präsentiert eine Fassade aus bloßen Steinen mit einer großen Kuppel. Es wurde 1680-89 von Antonio Maria im florentinischen Barock rekonstruiert. Innen sind die Kuppeln und die Kappellen von Meistern des 18. Jh. bemalt worden. In der Nähe ist eine Strecke der Stadtmauern des 14. Jh. Das alte Tor, Porta San Frediano, wurde 1324 gebaut und stellt ein Turm dar, der über den Weg nach Pisa schaut. Seine Tür, vollständig in Holz realisiert, hat ihr originales Aussehen vom 14. Jh. bewahrt.

SANTA MARIA DEL CARMINE


Santa Maria del Carmine
Santa Maria del Carmine
Eine weitere hübsche Kirche, Santa Maria del Carmine, mit der interessanten Rausteinfassade ist dank der wunderschönen Brancacci Kapelle berühmt. Die Kapelle gehört zu den größten Schätze italienischer Malerei in ihrem Querschiff, welches zusammen mit der Sakristei einem Feuer 1771 überlebte. Diese Kappelle ist bekannt für die Freskogemälde , die das Leben vom Heiligen Peter darstellen und 1425 Felice Brancacci Masolino beauftragte. Masaccio, Masolinos Schüler, arbeitete an dieser Kappelle und gab den Renaissancegemälden dank dem Gebrauch der Perspektive etwas avantgardisches. Meister wie Michelangelo und Leonardo da Vinci besuchten später diese Kapelle, um Masaccios Regeln der Perspektive zu studieren. Die Straße, die Ponte alla Carraia über dem Arno Fluss zum alten Tor von Porta Romana verbindet, heißt Via de´Serragli. Entlang dieser langen Straße besteht die Möglichkeit den Eingang zu den Torrigiani Gärten zu sehen, die nun privatisiert sind. In Via de´Serragli befindet sich das Tabernakel mit einem Freskogemälde von Bicci di Lorenzo von 1427. Die oben genannten Gärten, der Giardino Torrigiani wurde Anfang des 18. Jh. von Pier Antonio Micheli ausgesucht, um es der neuen "Società Botanica Fiorentina" zu geben. 1777 ging der Besitz der Gärten an Pietro Torrigiani über. Dank der Entwurfe von Luigi de Cambray Digny und Gaetano Baccani bekamen die Gärten ein neues Gesicht.